Der Ökumenische Pilgerweg
Auf der Suche nach der alten Straße, stellte sich schon bald heraus, dass diese sich selbst im Laufe der Jahrhunderte bewegt hat. Die Wegführung des Ökumenischen Pilgerweges, wie sie schließlich auch ausgeschildert wird, richtet sich nach folgenden Kriterien:

1. Authentizität:
Die Pilgerrouten des Mittelalters waren multifunktionale Straßen, die neben anderem auch dem Pilgern dienten. In dieser Tradition steht ein neu zu schaffender Jakobsweg. Er muß sich daher an eine ermittelte Altstraße anlehnen, an der historische Zeugnisse der Pilgerbewegung (Pilgerberichte, Hospitäler, Bruderschaften, Bettelordnungen, Sühnekreuze, Stiftungen, Testamente, Mirakel, Verehrungsstätten, bildliche Darstellungen, Grabfunde etc.) nachgewiesen wurden.

2. Begehbarkeit:
Die Wegeführung muß ein ungestörtes Pilgern ermöglichen. Verkehrsreiche Straßen sind zu meiden, unbefestigte Wege haben gegenüber Asphaltstrecken den Vorrang.

3. Zielorientierung:
Die Wegeführung muß erkennen lassen, dass die Route ohne unnötige Umwege nach Santiago de Compostela führt.

4. Einbindung kirchlicher Traditionen:
Örtliche Wallfahrtstraditionen und bemerkenswerte kirchliche Einrichtungen am Wege sind nach Möglichkeit und unter Wahrung der Zielorientierung einzubinden.

5. Anbindung:
Ein neuer Jakobsweg muß zu einer Weiterentwicklung des bestehenden Wegenetzes beitragen. Dabei darf nur auf vorhandene Wege Bezug genommen werden, die ihrerseits den hier aufgeführten Kriterien Nr. 1-3 entsprechen.

6. Europäische Zusammenarbeit:
Ein Jakobsweg überwindet Distanzen, Grenzen und Sprachbarrieren. Er ist nur dann sinnvoll, wenn er eine Verbindung mit und zwischen unseren Nachbarländern herstellt oder zu ihr beiträgt. Auch hier ist auf eine Anknüpfung an vorhandene Wege zu achten und eine Zusammenarbeit mit den Jakobusvereinigungen der europäischen Nachbarländer zu gewährleisten. Der Weg soll dazu geeignet sein, den kulturellen Austausch entlang dieser Routen zu befördern.

7. Religiös-spiritueller Gehalt:
Jakobswege sind Wege zu Gott. Der Weg soll daher mit einem geistlichen Inhalt gefüllt sein, welcher dem Glaubensspektrum einer Spiritualität des Pilgerns gerecht wird: Memoria, Askese, Mystik, Kontemplation, Aufbruch, Heimatlosigkeit, Zugehen auf Gott, Ökumene, Schöpfung, Frieden, Gerechtigkeit, Fürsorge, Nächstenliebe, Stellvertretung, Teilhabe, Suche, Begegnung, Demut, Fürbitte, Versöhnung, Lob, Dank, Anbetung, Umkehr, Nachfolge und Leben. Der Jakobsweg unterscheidet sich somit von touristischen, ausschließlich auf Landschaft, Geschichte und Kunst orientierten Routen. (entwickelt von Christoph Kühn, gekürzt)

 

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